Reprofilieren in der Männerhalle

24. März 2026 | Stadtbad Sanierung

Aktuell geht die Sanierung des Schwimmbeckens der Männerhalle weiter. Dabei wird sprichwörtlich von zwei Seiten gearbeitet – oben im Becken ebenso wie unten an der Beckenkonstruktion.

Zunächst werden schadhafte Stellen gezielt freigelegt: Mit Sandstrahltechnik entfernen die Fachfirmen lose, angegriffene Bereiche und schaffen so eine tragfähige Grundlage. Anschließend folgt echte Handarbeit: Die betroffenen Partien werden mit Beton sorgfältig ergänzt und wieder in Form gebracht. Fachleute sprechen hier vom „Reprofilieren“ – also dem präzisen Wiederherstellen der ursprünglichen Oberfläche und Geometrie. Der Beckenboden wird neu betoniert und nach dem Abdichten kommen hier später natürlich wieder Fliesen drauf.

Ein besonderer Blick in die Baugeschichte zeigt sich auch auf einem aktuellen Foto: Nach dem Abbruch der Fliesen ist eine alte, schwarze Teerabdichtung zu erkennen. Diese Art der Abdichtung war vor über 100 Jahren ein gängiges Verfahren, um die Konstruktion zuverlässig gegen Feuchtigkeit und Nässe zu schützen. Heute wirkt das Material wie ein Zeitfenster in die Baupraxis der Stadtbad-Gründerzeit.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden, wie es im Beckenbereich vorangeht.

Betonpfeiler unter dem Becken.
Das Becken der Männerhalle erhält von unten neuen Beton.
Behelfsrampe aus Holz an der Beckenunterseite.
Im Männerbecken selbst werden auch schadhafte Stellen mit Beton ausgebessert. Am Ende kommen wieder Fliesen drauf, die nach historischem Vorbild angefertigt werden.
Ursprünglicher Wandputz.
Unter den Fliesen in den ehemaligen kleinen Wannenbädern kommt die ursprüngliche Teerabdichtung zum Vorschein.